Traveling Munchkins

Traveling? – That's obvious. Why Munchkins? – Why not? ;)


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Roadtrip

“Wir haben jedes Teil unter der Kühlerhaube, mit Ausnahme des Motors und der Wasserpumpe ausgewechselt. Der Van ist wie neu. You are good to go.” Wer hört das nicht gern, bevor es 2.500km durchs Outback geht. Dafür haben sich zwei Tage Warterei im (äußerst unspektakulären) Einkaufszentrum doch gelohnt.

Als nach 600km, mitten im Nichts auf einmal diverse Lampen anfingen zu blinken, habe ich echt gedacht, das kann doch nicht sein. Wie sich heraus stellen sollte, hatten wir kaum noch Kühl- und keinerlei Lenkflüssigkeit mehr. Ganz ehrlich, manchmal könnte man echt ausrasten! Wenigstens konnten wir oder eher ein netter alter Mechaniker das Problem mit der Lenkung beheben, aber für die nächsten 1.900km bleibt uns nichts anderes übrig, als das Kühlwasser alle paar 100km wieder aufzufüllen, in der Hoffnung, dass wir es irgendwie heil bis nach Melbourne schaffen.

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Zum Glück hat uns im Vorfeld jeder gewarnt und anschaulich illustriert, wie gefährlich so ein Trip durchs Innland ist. Vans brechen auf einmal zusammen, meilenweit von der nächsten Stadt entfernt, ohne jeglichen Handyempfang, riesen Roadtrains kommen einem entgegen geschossen und fegen einen von der Straße, 2m-Kängurus springen wie aus dem Nichts vors Auto und knallen Sekunden später durch die Windschutzscheibe, die Liste ist endlos… Meistens werden die Insassen allerdings gerettet, bevor sie bei weit über 40 Grad verdursten. Na, wenn das nicht beruhigend ist…

Roadtrip, yeah!


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Eau my* – Wasser schleppen macht keinen Spaß…

*Commemorative George Takei Post

In der Theorie hört es sich so entspannt an, 10-15km pro Tag ist ja wirklich nicht viel. Wenn man mit einem 20kg Backpack bei fast 40Grad durch die Gegend astet und einen jeder Schritt dem Hitzschlag näher bringt, fragt man sich dann doch, warum man sich das antut und nicht ganz entspannt wie 99% aller anderen lieber in einem 4WD über die Insel düst. Aber der Gedanke verfliegt recht schnell wieder, denn man ist damit beschäftigt auf dem elendigen Sandboden das Gleichgewicht zu halten und nach potentiell gefährlichen Tieren Ausschau zu halten. Dingos, Spinnen, Schlangen, etc.

Ach ja, wandern kann so schön sein… Wir wären vielleicht motivierter gewesen, wenn wir uns nicht nach den ersten fünf Minuten verlaufen hätten oder es irgendwo ein Schild gegeben hätte, was einem sagt, wieviel Quälerei noch vor einem liegt ode zumindest ob man noch in die richtige Richtung läuft. Das einzige was wir zur Verfügung hatten, war eine Karte vom Maßstab 1:1.000.000, bei der weder Verlauf noch Entfernung der Route mit der Wirklichkeit übereinstimmten…

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Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich am Lake Mckenzie, unserem ersten Etappenziel, ankamen, ereilte uns auch gleich die freudige Nachricht, dass alle anderen möglichen Routen von hier weg auf Grund von Waldbrandgefahr gesperrt sind. Wir waren 15km quer durch die Insel gestapft, ausgestattet für eine einwöchige Exkursion, nur um fest zu stellen, das es ab hier nicht weiter geht und wir den ganzen Krempel wieder zurück schleppen dürfen….

Vielleicht hätten wir uns darüber ärgern sollen, aber das einzige an was wir denken konnten, war, dass wir in den nächsten 5 Tagen keine 55km wandern mussten und einfach nur hier bleiben konnten.

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Die erste Nacht in unserer grünen Ditscherkugel war allerdings der Ausbund. Es ist, als schläft man in einer klitzekleinen Dampfsauna. Um in der zweiten Nacht nicht wieder gedünstet zu werden, dachten wir, wir bauen schlauerweise nur das Innenzelt auf. Das ganze war auch so lang eine gute Idee, bis es gegen zehn anfing wie aus Kübeln zu schütten. Was gibt es Schöneres, als in kompletter Finsternis durch den Regen zu stolpern, Rucksäcke panisch behelfsmäßig in Mülltüten zu stopfen und das Außenzelt aufzubauen. Nach einer viertel Stunde stand zwar endlich das Zelt, dafür war es innen aber mindestens genau so nass und sandig wie draußen… Na dann, gute Nacht!

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Wenn das kein Zeichen ist, dann weiß ich auch nicht. Am nächsten Tag haben wir stoisch unsere Sachen gepackt und haben uns zurück geschleppt. Ich weiß nicht, ob es der Weg war, die 5kg leichteren Rucksäcke oder die Aussicht auf eine Dusche und ein richtiges Bett, aber der Rückweg war wie ein Spaziergang.

Vielleicht war es auch ganz gut, dass wir keine ganze Woche unterwegs waren, denn die nächsten Tage hat es gecshüttet ohne Ende und wir hatten nach drei Tagen schon 70% unserer Vorräte, da wäre es ab Tag fünf doch leicht kritisch geworden.

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20kg Backpack on a 30km roundtrip at 40°C – but still worth it putting on closed shoes for the first time in almost 3 months to be the only people watching the amazing sun rise at Lake McKenzie. And then go skinny dippin’, of course! 😉


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Poona Lake – what a difference 7 years make

Als wir 2006 bei Einbruch der Dämmerung durch das regenwaldähnliche Dickicht  Queenslands stapften, ohne wirklichen Plan wo genau uns der Weg hin führt und ausgestattet wie die Friseure, war ich felsenfest davon überzeugt, dass uns entweder ein leicht geistesgestörter Skipper verfolg und uns nachts mit seiner Kettensäge heimsucht oder dass vor unserem Zelt Dudzende giftiger Schlangen lauern und uns anspringen, sobald wir einen Fuß vor die Tür setzen. Ich sage nicht unbedingt, dass meine Panik auch nur im Geringsten rationell begründet war, aber mein Gezehter war scheinbar so überzeugend, dass André abends einen Anti-Schlangen-Graben um unser Zelt zog und nachts mit einem kleinen Zelt-Hammer (unserer einzigen zur Verfügung stehenden Waffe) in der Hand schlief. Ich war selten so happy früh die Sonne aufgehen zu sehen.

Sieben Jahre später, ausgestattet mit richtigen Hikingboots und Backpacks, bei Tageslicht und ohne einen vermeintlichen Killer auf unseren Spuren, war der Trip ein regelrechter Spaziergang.

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Happy New Year

Letztes Jahr um die Zeit lagen wir in Manizales am Pool, André hatte schon den x-ten Espresso intus und war nach der Plörre der letzten Wochen im Kaffee-Himmel. Wir waren schon knapp zwei Monate unterwegs, aber trotzdem noch am Anfang unserer Reise…

12 Monate, 14 Länder und 4 Kontinente später sitzen wir mit Freunden in Australien am Strand und sehen die Sonne hinter uns untergehen.

Happy New Year!

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